Unternehmensführung in Krisenzeiten – ein Drahtseilakt

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Unternehmensführung

Ein Unternehmen zu führen, war noch nie ein Zuckerschlecken. Man trifft Entscheidungen, die alle Mitarbeitenden betreffen, die unseren Erfolg und den unserer Kunden beeinflussen. Mit Corona ist es noch verantwortungsvoller geworden. Aber auch kreativer. Gut, dass Kreativität unser Spezialgebiet ist.

Sicherheit in unsicheren Zeiten
Wie in den meisten Unternehmen hat sich auch in unserer Agentur das Thema Homeoffice aufgedrängt. Erstmal galt es, die nötige Infrastruktur bereitzustellen. In unserem Fall hiess das, eine Serververbindung zu gewährleisten, die selbst mit den immensen Datenmengen unserer Grafik- und Polygrafieabteilung fertig wird. Etliche Bildschirme machten sich im Kofferraum der Mitarbeitenden auf ins Home, sweet Home. Für die in der Basis verbleibenden Mitarbeitenden begann das grosse Möbelrücken bis jeder in einem Einzelbüro sass. Eine neue Situation für alle.

Was nun? Genau: informieren. Nur – worüber und wie viel? Unser oberstes Gebot war und ist es, trotz Krise am Team festzuhalten. Und dieses Gefühl wollen wir unbedingt vermitteln. Sicherheit geben in dieser unsicheren Zeit, lautet das Credo. Die Kommunikation soll gerade so transparent sein, dass jeder versteht, vor welchen Herausforderungen wir stehen, aber nur so deutlich, dass keine Angst entsteht. Die Rückmeldungen der Mitarbeitenden bestärken uns darin, dass unsere Kommunikationsstrategie richtig ausbalanciert ist: Die Massnahmen werden akzeptiert und niemand hat Angst um seinen Job. Einmal mehr ist Kommunikation der Schlüssel.

Getrennt und doch zusammen
Bei der ersten Welle war die Verlockung gross: Homeoffice, das bedeutet mehr Freiheit, mehr produktive Zeit. Kein Arbeitsweg, dafür länger schlafen, Dresscode Jogginghose und immer zuhause, wenn der Paketbote klingelt. Und tatsächlich! Wie viele Arbeitgeber in dieser Zeit feststellen, arbeiten Mitarbeitende auch im Homeoffice produktiv. Vor dem Computer Däumchen gedreht wird einzig, wenn es mit der Datenübertragung harzt.

Bei der zweiten Welle ist der anfängliche Enthusiasmus bereits abgeebbt. Halb scherzhaft, halb ernst berichten die Mitarbeitenden vom angespannten und teilweise kuriosen Beziehungsalltag im Homeoffice. Besprechungen über Teams haben ihren Reiz verloren und der persönliche Austausch mit den Kollegen fehlt. Und trotzdem: Was wir unversehrt in die zweite Welle hinüberretten konnten, ist dieses starke Gefühl des Zusammenhalts. Jeder Einzelne macht Entbehrungen – unter anderem in Form von Kurzarbeit –, damit wir es als Kollektiv schaffen. Dieses Kollektiv und jeden Teil davon zu führen und zu motivieren, ist eine grosse Aufgabe der Unternehmensführung.

Zwischen Planung und Flexibilität
Ressourcenplanung bekommt in der Pandemie eine ganz neue Bedeutung. Ein gutes Planungstool ist Gold wert. Wenn die Mitarbeitenden nicht mehr unter einem Dach arbeiten, ist es für die Teamleiter umso wichtiger, den Überblick zu behalten, wer wie lange mit welchem Projekt beschäftigt ist. Das Ressourcenplanungstool schafft zudem eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage für die Anmeldung von Kurzarbeit. Diese Angaben müssten sonst mühsam zusammengetragen werden. Der Drahtseilakt geht weiter, Flexibilität bleibt bei aller Planung genauso gefragt. Denn auch unsere Kunden stecken in einer Ausnahmesituation und brauchen schnell und unkompliziert unsere Unterstützung.

Einfälle gegen die Ausfälle
Apropos Kunden: Wie geht es denen überhaupt? Auch hier müssen wir in der Kommunikation neue Wege gehen. Sie sollen wissen, dass wir nach wie vor für sie da sind. Einfach mal zum Telefonhörer greifen und nachfragen, hat sich bewährt. So ein spontanes Gespräch kann sehr aufschlussreich sein. Persönlicher Kontakt ist in unserer präsentationsintensiven Branche aber unabdingbar und wird es selbst mit modernsten Tools immer bleiben. Schliesslich soll der Kunde unsere Begeisterung am eigenen Leib erfahren. Im Gegenzug möchten wir seine Reaktion in live spüren und ihn dort abholen, wo er ist – und das ist nicht hinter dem Bildschirm.

Kreativität kennt keinen Shutdown. Wir haben neue Ideen entwickelt, mit denen wir proaktiv an unsere Kunden herantreten. Das hilft nicht nur uns, dranzubleiben, sondern auch unseren Kunden gegenüber ihren Kunden. Ihnen sind die persönlichen Touchpoints ja auch abrupt abhandengekommen. Deshalb haben wir das Digitalgeschäft verstärkt und unter anderem ein Filmteam aufgebaut. Für die Kundenansprache in bewegten Bildern sind wir also Ihr kompetenter Ansprechpartner, geschätzte Kunden.

Was uns schmerzt, ist die 2020 ausgefallene Fussball-EM. Zu gern hätten wir unsere Kunden und deren Kunden mit Tippspielen und Spielplanern ins Fussballfieber versetzt. Doch wir geben nicht so einfach Forfait und haben andere Ideen wie den Osterkalender konzipiert.

Wenn auch Sie neue Ideen suchen, um mit Ihren Kunden zu interagieren, melden Sie sich gerne bei uns!

Gregor Meyer,
CEO, Mitinhaber und Drahtseilakrobat